Neuausrichtung der deutschen Entwicklungspolitik: Fokus auf nationale Interessen und die ärmsten Länder
Die Bundesregierung plant eine umfassende Neuausrichtung der Entwicklungszusammenarbeit, wobei ein stärkerer Fokus auf deutsche Interessen gelegt und die Hilfe für die ärmsten Länder priorisiert werden soll. Entwicklungsministerin Alabali Radovan kündigte an, dass man sich von der bisherigen Praxis der breiten Streuung von Mitteln verabschieden möchte. Zukünftig sollen deutsche Unternehmen bei Aufträgen bevorzugt werden, insbesondere im Wettbewerb mit chinesischen Firmen. Kritiker warnen jedoch vor einer Instrumentalisierung der Entwicklungspolitik und den möglichen negativen Auswirkungen dieser Reformen auf die effektive Hilfe vor Ort. Radovan erwartet "schmerzhafte Kürzungen" im Budget und appelliert an mehr Geopolitik und wirtschaftliche Strategien in der deutschen Entwicklungshilfe.
WELT, FAZ, Tagesspiegel, Ntv, SZ.de, Deutschlandfunk, Frankfurter Rundschau, taz.de, Neue Zürcher Zeitung, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung